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Dr. Agustin Segui, Leiter der Spanischen Abteilung am Institut für angewandte Sprachwissenschaft der Universität des Saarlandes, hat herausgefunden, dass die Ureinwohner Südamerikas in frühen Zeiten Kampftechniken einsetzten, wie sie bisher nur aus Ostasien bekannt waren. Für seine These hat Dr. Segui zahlreiche Darstellungen zusammengetragen, die in den Südamerikawissenschaften zwar lange Zeit bekannt waren, jedoch aber noch nie unter Kampfkunstaspekten betrachtet und interpretiert wurden. So zeigt beispielsweise ein im Besitz des Staatlichen Museums zu Berlin befindlicher Tonkelch aus der vorinkaischen Mochica-Kultur einen Fußtritt zum Kinn des Gegners.

Seguis Entdeckung ist für die frühzeitliche Siedlungsgeschichte des Menschen sowie die Kampfkulturforschung ein sehr interessanter und äußerst wichtiger Beitrag. Auf den ersten Blick scheinen diese Fundstücke ein erstmaliger Beleg für ein Kampfsystem im präkolumbischen Südamerika zu sein. Es ist zu wünschen, dass die Arbeit von Dr. Segui weitere Forschungsbemühungen in Gang setzt, um den noch ziemlich weißen Fleck auf der Weltkarte der Kampfkulturen auszufüllen.

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