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Am 13. November 2011 fand in Düsseldorf eine große Demonstration der traditionellen japanischen Kampfkünste statt. Die „Budo Delegation 2011“ der Nippon Budokan Stiftung war nach Deutschland gekommen, um die einst als Mittel des Kampfes und der kriegerischen Auseinandersetzung entwickelten Techniken und Systeme in der japanischen Metropole am Rhein zu präsentieren. Die Entsendung der fast 80-köpfigen Delegation erfolgte im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der deutsch-japanischen Beziehungen, die auf das Jahr 1861 zurückgehen, als ein Freundschafts- und Handelsakommen zwischen Japan und dem damaligen Preussen geschlossen wurde.

Sport sei ein sehr gutes Medium für den internationalen Austausch, sagte der japanische Generalkonsul Koinuma Kiyoshi aus Düsseldorf anlässlich seiner Eröffnungsrede und wünschte spannende Vorträge und eine gute Unterhaltung. Unter der Führung von Delegationsleiter Komura Masahiko, Außen- und Justizminister a.D. sowie Geschäftsführender Direktor der Nippon Budokan Stiftung waren zahlreiche hochrangige Budoka und Lehrmeister nach Deutschland gekommen.Vertreter der modernen japanischen Kampfkünste Kyudo, Aikido, Kendo, Sumo, Judo, Karate, Shorinji Kempo und Naginata Jukendo sowie der klassischen japanischen Kampfkünste Yagyu Shinkage Ryu Heiho Kenjutsu, Takenouchi Ryu Jujutsu, Morishige Ryu Hojutsu hatten jeweils einige Minuten Zeit, um ihre Kunst dem deutschen Publikum vorzustellen. Beim Yagyu Shinkge Ryu Heiho Kenjutsu sowie des Takenouchi Ryu Jutsu waren sogar die Oberhäupter des Stils (Soke) mitgereist und demonstrierten ihre Kunst.

Nach der Pause hatten einige Kinder die Möglichkeit, sich mit japanischen Sumokämpfern zu messen. Trotz allem Spaß, den beide Seiten hatten, war die japanische Seite stets um Etikette besorgt. Ordentliches Einreihen gehörte dabei für die deutschen Kids genauso zum geregelten Ablauf wie das Verbeugen vor und nach der sportlichen Auseinandersetzung.

Morishige Ryu Hojutsu

Alle Vorträge wurden mit größter Perfektion durchgeführt, wobei eine Naginata-Demonstration zum Lied „Hänschen Klein“ sehr denkwürdig war. Ein Höhepunkt war sicherlich die Vorführung von Vertretern des Morishige Ryu Hojutsu, die unter tösendem Lärm und Rauchentwicklung erstmals in Deutschland klassische japanische Schusswaffen benutzten. Nach dem offiziellen Teil hatten schließlich alle Besucher die Gelegenheit, mit den japanischen Protagonisten in Kontakt zu treten und sich einige Techniken zeigen zu lassen.

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