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Das nationale britische Museum für Waffen und Rüstungen, das Royal Armouries, geht auf die Waffenwerkstatt der englischen Könige im Tower of London zurück und beherbergt eine der außergewöhnlichsten Sammlungen für Waffen und Rüstungen weltweit. Der größte Teil der Sammlung ist in Leeds ausgestellt. Allerdings befindet sich ein nicht unwesentlicher Teil im White Tower des Tower of London.

Über einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren wurde die Sammlung von zahllosen Menschen besucht. Darunter zeitgenössiche Forscher und Reisebuchautoren wie Mirza Itesa ModeenAlbert Jouvin de Rochefort oder Benjamin Silliman.

Im Oktober 2013 habe ich mir die Sammlung angeschaut und war beeindruckt vom Umfang und Vielfalt der gezeigten Ausstellungsstücke. Eine Aufzählung würde den Rahmen sprengen, doch werden auf mehreren Etagen unabhängig von Herkunft und Epoche Schwerter, Schilde, Dolche, Speere, Äxte, Pfeile und  Bögen sowie Rüstungen für Mensch und Pferd gezeigt. Zu den meisten kann eindeutig auch der exakte Ursprung nachgewiesen werden. So beispielsweise für die Samurai-Rüstung, die Shogun Tokugawa Hidetada im Jahr 1613 dem englischen König James I. zum Geschenk gemacht hat und die sich seit 1663 im Bestand des Museums befindet.

Eine sehr interessante Ergänzung zu der umfangreichen Sammlung sind Installationen, mit deren Hilfe man sich einen Eindruck vom Umgang mit historischen Waffen und Rüstungen verschaffen kann. Ein Blick durch einen mittelalterlichen Ritterhelm auf eine filmisch nachgestellte Kampfszene auf einem Schlachtfeld zeigt, wie eingeschränkt das Blickfeld eines mittelalterlichen Kämpfers doch gewesen war und ein Erfolg im Zweikampf doch eher einem glücklichen Zufall zugeschrieben werden kann als der kämpferischen Qualität eines Rüstung tragenden Ritters. Wer in London ist, sollte unbedingt mal vorbeischauen.

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