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Alcis und Ingo Szabo-Reiss betreiben Kampfsport seit Mitte der 1980er Jahre. Aus ihrer jahrelangen Erfahrung in den verschiedenen Stilen haben sie ein System entwickelt, das auf Einfachheit und Anwendbarkeit beruht, ganz egal wie alt und fit der Nutzer ist: SAFE DEFENSE. Im HOPLOblog-Interview erläutern sie, was ihr System besonders macht und warum es eine echte Alternative zu den bekannten Kampfsportarten und den unterschiedlichen Selbstverteidigungsangeboten ist.

Alcis und Ingo, vielen Dank für Eure Bereitschaft zum Gespräch. Was kann ich mir unter SAFE DEFENSE vorstellen?

SAFE DEFENSE ist ein Selbstverteidigungskonzept, das auf angeborene Schutzinstinkte basiert. Unser primäres Ziel liegt gleichermaßen in der Deeskalation und Kampfvermeidung, als auch in der Verhältnismäßigkeit bei der Wahl der Abwehrmittel. Unsere Methoden und Prinzipien beruhen dabei auf Einfachheit und Anwendbarkeit. Wir trainieren Notwehrsituationen zu erkennen, vermeiden und effizient zu beenden.

Unser Motto ist: Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf. Dabei steht SAFE als ein Akronym für unser Konzept: Selbstschutz, Anpassen, Flunkern, Effizienz.

Es gibt soviel unterschiedliche Stile und Systeme mit überwiegend langen Traditionen. Wie kommt man dazu, ein neues Konzept zu entwickeln?

Natürlich stehen Interessenten eine Vielzahl von Selbstverteidigungssystemen zur Wahl. Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass viele Instruktoren dieser Systeme im Sicherheits- Sektor tätig sind/waren, bzw. als Vollkontaktkämpfer gelernt haben, sich in Gefahrensituationen zu begeben, um diese kompromisslos zu klären. Diese harte Ausbildung geben sie größtenteils im Training weiter. Dabei wird oft vergessen, dass der Durchschnittsbürger weder die körperliche Fitness eines Athleten besitzt, noch sich auf die Kampfausrüstung, Rückendeckung, oder einer etwaigen geltenden strafrechtlichen Ausnahmeregelung für Sicherheitsbeamten verlassen kann.

Andererseits bieten viele Kampfsportschulen gut besuchte Selbstverteidigungskurse an, die letztendlich oft darauf abzielen, Interessierte für ihre Kampfkunst, ihr System zu begeistern. Dabei werden Choreografien einstudiert und kaum realitätsnahe Angriffsszenarien nachgestellt. Bei der Ausführung der Abwehrbewegungen wird zudem die natürliche Schutzreaktion des Angreifers ebenfalls nicht berücksichtigt. Solche Kurse sind besonders techniklastig und vermitteln ein falsches Sicherheitsgefühl, da die komplexen Technikabläufe in einer realen Notsituation selten umsetzbar sind.

Der Ursprung von SAFE DEFENSE liegt in der Idee, potentiellen Opfern realistische Mittel an die Hand zu geben, sich effektiv wehren zu können. Unser Ziel ist es nicht, Durchschnittsbürger zu Elitesoldaten, Kampfsportlern, Personenschützern, Polizisten oder Sicherheitskräften auszubilden, sondern einfache, sehr wirksame Möglichkeiten des Selbstschutzes aufzuzeigen, die auch von körperlich unterlegenen Menschen angewendet werden können.

Als Gründer von SAFE DEFENSE und Durchschnittsbürger gehören wir, wie unsere Kernzielgruppe, zu denjenigen, die weder Gefahrensituationen bewusst aufsuchen, noch besonderen strafrechtlichen Ausnahmeregelungen unterliegen. Vielleicht macht genau diese Tatsache den Unterschied zu den anderen Stilen und Systemen aus!?!

Was genau ist das Besondere von SAFE DEFENSE?

SAFE DEFENSE beruht auf angeborene Schutzinstinkte. Wir trainieren mehr prinzipien- und weniger techniklastig. Der perfekte Technikablauf ist zweitrangig, denn in Gefahrensituationen kann man oft nur noch instinktiv und grobmotorisch reagieren und handeln. Wir legen Wert auf Effizienz und nicht auf Choreografie.

Unser System ist offen gegenüber allen Kampfsport- und Verteidigungssystemen, denen wir regelmäßig Techniken entnehmen und sie auf Umsetzbarkeit für körperlich unterlegene Personen in Stress-Situationen überprüfen. Sachen, die funktionieren, übernehmen wir, sonst nichts. Der Kraft-Faktor spielt bei uns eine sehr untergeordnete Rolle, im Gegensatz zur Effizienz einer Technik. Unser Anliegen ist höchste Wirksamkeit mit geringstem Einsatz zu erzielen.

Unser System ist wandelbar und flexibel, denn bei uns gilt: Die Situation ergibt die Lösung!

Für wen ist SAFE DEFENSE geeignet? Brauche ich Vorkenntnisse?

SAFE DEFENSE ist für alle geeignet, unabhängig von Alter, Geschlecht und Fitness. Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht notwendig. Da SAFE DEFENSE den ganzen Körper beansprucht, sollte man eine gewisse Fitness mit der Zeit aufbauen, denn Weglaufen ist immer noch das sicherste Mittel. Wer Berührungsängste hat, ist eventuell falsch bei uns.

Wie ist das Training aufgebaut?

Das Training besteht größtenteils aus Partnertraining. Der Fokus liegt dabei auf realitätsnahe Angriff- und Abwehrmöglichkeiten. Kein Schnickschnack. Dabei versuchen wir den Überraschungsfaktor umzukehren, denn eine Reaktion dauert immer länger als ein Aktion.

Zum Partnertraining kommen Stress-Drills, Parcours, Pratzentraining, aber auch Fitness, Konditions- und Technikübungen hinzu.

Wo kann ich SAFE DEFENSE derzeit trainieren?

Durchgehende Kurse finden aktuell in Düsseldorf und Duisburg statt. Tages-Lehrgänge oder Wochenend-Seminare gab es schon in Köln, Remscheid, Ennepetal, Dormagen, Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort. Weitere Städte folgen demnächst. Auf unserer Website informieren wir unsere Kurse und Seminare. Interessierte können sich selbstverständlich jederzeit bei uns melden.

Was muss ich tun, wenn auch ich ein SAFE DEFENSE Instruktor werden möchte?

Unsere Instruktor-Ausbildung ist in Planung. Sobald sie fest steht, machen wir es über unsere Website publik.

Die Bilder wurden freundlicherweise von Alcis und Ingo Szabo-Reiss zur Verfügung gestellt.

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