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Dieses Jahr ist eine Biographie von Kanken Tôyama (1888-1966), sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache, erschienen. Auf 236 Seiten geht es um das Leben und Wirken des Karate-Meisters, der 1930 in Tôkyô sein erstes Dôjô eröffnete, das Shûdôkan. Kanken Tôyama war ein Schüler von Ankô Itosu sowie Kanryō Higaonna und hat auch bei weiteren Größen des Karate gelernt. Zu seinen Lebzeiten unterrichtete er unzählige Schüler und veröffentlichte drei Bücher. Trotz dessen ist er in der breiten Karatewelt nicht so bekannt wie seine Wegbegleiter Gichin Funakoshi oder Kenwa Mabuni. Diesen Umstand wird Christian Bellina nun mit seiner Arbeit ändern.

Mit „Toyama Kanken: Das Vermächtnis des Shudokan“ (English: „Toyama Kanken: The Heritage of Shudokan) legt Christian Bellina ein hervorragend recherchiertes Werk vor, das eine Fülle von Informationen über den Menschen Kanken Tôyama bereitstellt. Ein großes Qualitätsmerkmal des Buches ist, dass es nicht nur das wiederholt was ohnehin schon bekannt ist, sondern neue Einblicke liefert. Das macht eine gute Arbeit aus! Vor allem die zahlreichen Interviews mit Tôyamas (zum Teil namhaften) Schülern, die seine Tradition fortführen, liefern wichtige Erkenntnisse zum Verständnis der Karate-Entwicklung in Japan und sorgen für einen großen Mehrwert. Wer mehr über Tôyama und seine Verdienste um das Karate erfahren will, ist hier genau richtig.

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